Nicht nur die deutschen Autobauer VW und BMW haben sich für einen Standort in Russland entschlossen. Auch die großen europäischen Handelsketten Ikea, Metro, Rewe und Obi haben sich bereits erfolgreich in Russland etabliert. Aldi und Lidl zeigen ebenfalls großes Interesse am russischen Markt und diese Entwicklung wird kaum zu stoppen sein. Obwohl es für europäische Unternehmen immer noch einige Hürden zu nehmen gibt, besonders im Bereich der Einfuhrbestimmungen für Waren, die durch die GOST Zertifizierung geregelt wird, wird die Entwicklung Russlands mit Interesse erfolgt.

Trotz der allgemeinen globalen Wirtschaftskrise ist das Interesse europäischer Handelsunternehmen an einer Positionierung am russischen Markt nicht gesunken. Die Millionstädte Moskau und St. Petersburg liegen im GfK Kaufkraftindex an der Spitze. St. Petersburg konnte laut einer Studie seine Kaufkraft innerhalb von 5 Jahren um 87% steigern. Große Shopping Center und Shopping Malls, wie man sie sehr oft in den USA findet, sprießen wie Pilze aus dem Boden und bieten eine große Auswahl an Konsumgütern, darunter auch sehr viele Luxusgüter, die für den Otto Normalverbraucher kaum erschwinglich sind. Der russische Markt ist noch längst nicht ausgeschöpft.

Diese Entwicklung haben bereits im Jahr 2005 die Handelsketten Metro, Real und Media Markt erkannt und Ladenlokale in Russland eröffnet. Sie bauen seither ihr Filialnetz immer weiter aus. Nun planen auch Aldi und Lidl eine Erweiterung ihrer Handelstätigkeiten nach Russland und bald werden auch die Moskauer ihre Lebensmittel in Aldi – Supermärkten kaufen können. Die Tatsache, dass die Waren für den Russland Export eine Zertifizierung benötigen, wird auch andere europäische Handelsketten nicht von einer Geschäftstätigkeit in Russland zurückhalten.

Max