Um das Prinzip von einem Fertigholzhaus zu verstehen, muss man zuerst verstehen, was ein Fertighaus eigentlich ist. Die Bezeichnung “Fertighaus” bezieht sich auf die Bauweise. Ein Fertighaus wird nicht aus einzelnen Ziegelsteinen gemauert, sondern aus Fertigbau-Elementen zusammengesetzt bzw. montiert. D.h. bei einem Fertighaus werden komplette Wände inklusive Fenster- und Türrahmen industriell fertig gestellt und dann zum Bauort transportiert. Am Bauort werden dann diese Fertig-Elemente einfach nur “zusammengesteckt” bzw. montiert.
Man könnte auch sagen, das ganze Haus wird bereits “fertig” und in seine Einzelteile zerlegt angeliefert und dann vor Ort lediglich “zusammengesteckt”. Das ist das Grundprinzip von einem Fertighaus, welches für ein Fertigholzhaus auch gilt. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass es bei einem Fertighaus nahezu stufenlose Varianten des “fertig seins” gibt. Als Bauherr könnten Sie beispielsweise sich nur die “fertigen” Einzelteile liefern lassen und dann alles in Eigenregie bzw. Eigenleistung “zusammenstecken”. Stichwort Baukasten-Prinzip.
Eine andere mögliche Variante wäre: Die Baufirma könnte nicht nur die fertigen Einzelteile anliefert, sondern auch die ganze Montage für Sie übernehmen. Hierbei bekämen Sie die komplette Aussenhülle von Ihrem Fertighaus gemacht und müssten sich “nur” um den Innenausbau selbst kümmern. Hierbei haben Sie wiederum die Möglichkeit nahezu stufenlos den Grad der Innenausbau-Fertigstellung selbst zu bestimmen. Sie könnten beispielsweise die ganze Elektro-Installation von der Baufirma gemacht bekommen oder die Sanitär-Installation oder beides usw.
Auf Wunsch könnten Sie es auch so regeln, dass die Baufirma alle für den Innenausbau nötigen Materialien liefert. Bei einem Tapetenpaket zum Beispiel würden Sie dann nicht nur die Tapete geliefert bekommen, sondern auch Malerweiß, Tapetenkleister und Tiefgrund. Das ist praktisch und kann Ihnen Geld sparen, denn die Baufirma bekommt in der Regel deutlich bessere Konditionen beim Einkauf von Baumaterial als wenn Sie selbst zu Ihrem örtlichen Baumarkt spazieren.
Schließlich haben Sie bei der Fertighaus-Bauweise auch die Möglichkeit einer schlüsselfertigen Variante. Hierbei erledigt die Baufirma auch den kompletten Innenausbau.
Verständlich ist natürlich, dass wenn ganze Wände (und Decken) schon fertig angeliefert werden, dass dann die Montage bzw. der “Bau” des Hauses viel schneller von statten geht. Ein weiterer Vorteil der Fertighaus-Bauweise sind die geringeren Kosten. Das ist damit zu erklären, dass die Wände eines Fertighauses industriell gefertig werden. Die industrielle Fertigung spart Zeit und Arbeitskräfte und das reduziert eben die Kosten.
Und bevor wir auf die Details von einem Fertigholzhaus eingehen, wollen wir im folgenden Artikel noch einige Besonderheiten von einem Fertighaus allgemein klären.
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