Wer in jungen Jahren an das Alter und die eigene Rente denkt, der wird einerseits als besonders verantwortungsbewusst wahrgenommen; aber gleichzeitig wirkt die frühe Sorge um später bisweilen auch auf viele Betrachter altbacken. Dabei war es niemals so wichtig und entscheidend, so früh wie möglich die richtigen Maßnahmen einzuleiten und die eigene Rente abzusichern, als es heute im Jahr 2009 der Fall ist. Das liegt zum einen am demographischen Wandel der Republik, also der viel beschworenen und leider sich immer mehr bewahrheitenden Tatsache, dass die Menschen in Deutschland älter werden, länger leben und dabei immer weniger Kinder in die Welt setzen, und zum anderen an den sich hieraus ableitenden Konsequenzen für die Sozialversicherungen. Waren früher deutlich mehr Arbeitnehmer als Rentner oder Pensionäre vorhanden, konnten also die Aufwendungen für die Senioren aus den monatlichen Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung beglichen werden, so stellt sich das Bild heute anders dar und die Politik gemahnt jeden Einzelnen an seine Verantwortung. Aus diesem Grund mag es früher noch befremdlich gewirkt haben, wenn ein Abiturient oder Schulabgänger sich Gedanken um die Zeit in 40, 45 Jahren machte, weil dieses noch so unglaublich weit weg zu sein schien, doch wer in jungen, in jüngsten Jahren vorsorgt, der profitiert intensiver von den staatlichen Programmen zur Stabilisierung der Rentenversorgung. Denn dank der Reform des Kabinetts Schröder wurde die so genannte Riester Rente aus der Taufe gehoben, eine private Altersvorsorge, die ähnlich wie bei der privaten Krankenversicherung den einzelnen Versicherten in den Mittelpunkt jedes Vertrages stellt. Dieses bedeutet, dass jeder Versicherte seine eigenen Beiträge aufwendet und aus diesen die späteren Versicherungsleistungen für die Rente erbracht werden. Und hier ist dann schnell deutlich, warum besser in jungen Jahren begonnen wird, eine Altersvorsorge nach Riester zu wählen, denn je länger gespart, gefördert und verzinst wird, desto größer wird die Kapitalsumme und dementsprechend höher fallen die monatlichen Zusatzrenten aus.
Andreas
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