Ein Bericht des Magazins “Monitor” brachte beunruhigendes zu Tage. Viele Riestersparer, überwiegend Geringverdiener, hätten im Alter keinerlei bis kaum Nutzen von ihrem Riester-Vertrag.

Das hat verschiedene Gründe:

  • Menschen mit einem geringen Einkommen werden auch eine entsprechend geringe Rente bekommen.
  • Liegt die Rente im Alter unter dem Existenzminimum, steht Rentner Leistungen der Grundsicherung zu.
  • Bekommen Menschen Leistungen von der Grundsicherung werden alle weiteren Einkünfte, inklusive Einnahmen aus Riesterverträgen, zusammen gerechnet.

Genau das ist das Problem!

Die Riester-Rente war von ihrem Erfindern als Ergänzung zur gesetzlichen Rente erdacht worden. Hohe Zulagen vom Staat machten Sie zunehmend Attraktiver und bei einer etwaiger Arbeitslosigkeit wird das Vermögen in Riesterverträgen nicht zum Kapitalvermögen hinzugerechnet. Bei Arbeitslosigkeit kann man in der Regel auch mit den Beiträgen aussetzen, ohne das es zu nennenswerten Einbußen kommt. Lauter Vorteile also…

Denkste - mal wieder wurde eine Idee nicht zu Ende gedacht!

Nehmen wir mal an jemand bekommt 500 Euro Rente und das Existenzminimum liegt bei 630 Euro. Wenn diese Person nun zum Grundsicherungs-Amt geht bekommt er die restlichen 130 Euro zum leben hinzu.

Hat die gleiche Person aber eine Riester-Vertrag der ihm eine Riester-Rente von 80 Euro beschert, so bekommt er vom Amt nur noch 50 Euro zum leben hinzu. Die Riester-Rente schmälert also seine Leistungen und er hat trotzdem nur das Existenzminimum.

Bei derzeitiger Gesetzeslage kann man also Geringverdienern nicht unbedingt zum Abschluss eine Riestervertrages anhalten.