Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, das Dasein als Arbeitnehmer endlich aufzugeben und mit einer eigenen kleinen Firma sich von den vermeintlich inkompetenten Anweisungen eines Vorgesetzten zu befreien. Wer sich tatsächlich dazu entschieden hat, diesen Weg zu gehen, der wird unschwer feststellen, dass sich manche Wunschvorstellung über das Leben als Selbständiger sich nicht erheblich von der Zeit als Arbeitnehmer unterscheidet. So gelingt es nur wenigen Selbständigen sich wirklich von allen Zwängen zu befreien. Gab es früher einen einzelnen Arbeitgeber oder Vorgesetzten, dessen Weisungen in adäquater Weise zu befolgen waren, so stehen nun (im Erfolgsfalle) eine Vielzahl an Kunden mit ihren Wünschen dem Jungunternehmer entgegen. Ebenso wenig wie es für einen Arbeitnehmer ratsam sein mag, sich stets den Wünschen des Vorgesetzten zu verweigern, ist es sicherlich auch nicht sinnvoll, sich den Ideen der Kunden zu entziehen. Bei der Unternehmensgründung stehen auch viele Entscheidungen an, die manchmal beim Traum von der Freiheit als Unternehmer anfangs übersehen werden. So gibt es neben der Frage, ob gleich von Beginn an Personal eingestellt werden soll, in welchen Räumlichkeiten die Tätigkeit ausgeübt werden kann und im Kontext welcher Rechtsform das Unternehmen angemeldet wird. Auch so manche Entscheidung bezüglich der Notwendigkeit, Versicherungen für das Unternehmen abzuschließen. Wer zum Beispiel ein Ladenlokal betreibt, der sollte nicht darauf verzichten, eine Betriebshaftpflichtversicherung zu nutzen und auch eine Diebstahlversicherung ist dringend anzuraten, wenn schicke Waren über ein Schaufenster angeboten werden. Wer Dienstwagen in das Betriebsvermögen aufnimmt, wird mit den üblichen Versicherungspflichten konfrontiert sein, die jeder Eigentümer eines motorbetriebenen Fahrzeuges in Deutschland zu versichern verpflichtet ist. Aber auch die Krankenversicherung des Jungunternehmers mag neu zu überdenken sein. Der selbständige Unternehmer steht nun vor der Wahl, sich weiterhin gesetzlich zu versichern oder in die private Krankenversicherung zu wechseln. Insbesondere junge Unternehmer können in der PKV von sehr günstigen Beiträgen profitieren, müssen sich aber auch bewusst machen, dass diese mit fortschreitendem Alter wachsen werden. Die Kosten für die Krankenversicherung, egal ob in der PKV versichert oder gesetzlich Krankenversichert, steigen durch die höhere Lebenserwartung und den technischen Fortschritt in der Medizin.

Andreas